Was ist ein Relay-Angriff?
Ein Auto mit Keyless Go öffnet und startet, sobald es das Funksignal des Schlüssels in der Nähe empfängt. Beim Relay-Angriff arbeiten Täter mit zwei Funkgeräten. Eines fängt das Signal des Schlüssels ab, etwa durch die Haustür hindurch, das andere gibt es am Auto wieder aus. Das Auto glaubt, der Schlüssel sei da. Der ADAC schreibt, dass sich so hunderte Meter, Mauern und Türen überbrücken lassen.
Box für den Flur oder Hülle für die Tasche?
Gefährdet ist vor allem der Schlüssel, der zu Hause nahe der Tür liegt, denn dort erreicht ihn ein Funkverlängerer am leichtesten. Eine Box im Flur hilft nur, wenn wirklich jeder Schlüssel hineinkommt, auch der Zweitschlüssel. Für unterwegs brauchen Sie eine Hülle, die in Jacke oder Handtasche passt. Samfolk und Ironstripe kombinieren beides. Lanpard liefert zwei Hüllen, aber keine Box.
Stoff oder Metall?
Stoffhüllen schirmen über ein eingenähtes Metallgewebe ab. Knicke und Abrieb können es mit der Zeit beschädigen, dann wird die Hülle undicht, ohne dass man es sieht. Ein Etui aus Aluminium wie das von innoGadgets verschleißt so nicht. Es fasst aber nur einen Schlüssel, und große Schlüssel passen bei 9 × 5,1 cm Außenmaß womöglich nicht. Messen Sie Ihren Schlüssel vorher.
Alternativen zur Hülle
Keyless-Funktion abschalten: Bei manchen Fahrzeugen lässt sich der schlüssellose Zugang im Fahrzeugmenü deaktivieren. Das steht in der Betriebsanleitung. Schlüssel mit Bewegungssensor: Er schaltet den Funk ab, wenn er eine Weile still liegt. Der ADAC nennt diese Lösung nicht ideal. Ultrabreitband (UWB): Neuere Fahrzeuge messen die Laufzeit des Signals. Auf die Funkverlängerung des ADAC reagierten sie nicht mehr. Die Ergebnisse seiner Fahrzeugtests veröffentlicht der ADAC auf adac.de.
Ein Tipp aus der Polizeiberatung, den Stiftung Warentest 2018 weitergab: Legen Sie Schlüssel nicht direkt an der Wohnungstür ab. Je weiter der Schlüssel von Tür und Fenster entfernt liegt, desto schwerer erreicht ihn ein Funkverlängerer.