Einbrecher abschrecken

Die Einbruchrate in Deutschland steigt leider von Jahr zu Jahr immer wieder an. Die Aufklärungsquote ist dabei unglaublich niedrig, so dass dieser traurige Trend auch leider vorerst nicht abzureißen scheint.

Ein Einbruch hat für viele Betroffene vorallem psychische Folgen, da das Eindringen in das sichere Zuhause für viele schwer verkraftbar ist. Dementsprechend ist ein guter Einbruchschutz wichtiger denn je! Um einen umfangreichen mechanischen Einbruchschutz nachzurüsten muss man aber tief in die Tasche greifen. Wer sich diese teuren Sicherungssysteme nicht leisten kann oder will, sollte zumindestens die hier aufgelisteten präventiven Maßnahmen und Verhaltensregeln beachten! Aber auch günstige Sicherungselemente können an dieser Stelle schon große Wirkung zeigen. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel die besten Maßnahmen!

Präventive Verhaltensregeln

Alleine durch einige einfache Verhaltensregeln lässt sich das Risiko eines Einbruches deutlich verringern. Auch wenn einige dieser Regeln selbstverständlich klingen, so werden sie leider viel zu oft nicht eingehalten und Einbrecher haben daher ein leichtes Spiel. Daher sollten Sie und auch andere Familienmitglieder oder Mitbewohner die folgenden Regeln verinnerlichen:

Haustüren immer richtig abschließen!

DIe Betonung liegt hier klar, auf „richtig“ abschließen! Viele Wohnungsbesitzer schließen die Haus- oder Wohnungstür nicht richtig ab, sondern ziehen die Tür nur hinter sich zu. In diesem Fall wird der Riegel des Türschlosses aber nicht richtig ausgefahren und die Tür lässt sich somit deutlich leichter aufbrechen! Daher sollte die Wohnungstür immer mit dem Schlüssel abgeschlossen werden. Dies gilt auch für kurze Aufenthalte außerhalb der Wohnung, hier hilft eine feste Routine!

Fenster und Balkontür schließen

Auch Fenster sollten immer richtig geschlossen werden, wenn Sie schlafen oder die Wohnung verlassen. Selbst ein gekipptes Fenster kann durch einen Einbrecher spielend leicht geöffnet werden, so dass ein gekipptes Fenster mit einem offenen Fenster gleichgesetzt werden kann.

Auch in höheren Etagen ist es oft sinnvoll die Fenster zu schließen. In manchen Fällen kann auch hier ein Einbrecher unbemerkt eindringen.

Verlust des Schlüssels = neues Schloss

Was erstmal selbstverständlich klingt, wird leider oftmals auf die leichte Schulter genommen. Auch wenn ein verlorener Schlüssel kein Adressanhänger bei sich führt, man weiß nie unter welchen Umständen der Schlüssel verlorengegangen ist. Dieses Risiko sollten Sie also durch das wechseln des Türschlosses eliminieren.

Der Nachbar als Alarmanlage

Eine gut gepflegte Nachbarschaft ist nicht zur aus sozialen Aspekten empfehlenswert, denn der aufmerksame Nachbar kann in vielen Situationen hilfreich sein. Ihm können zum Beispiel eher ungewöhnliche Personen oder Umstände auffallen. Aber auch im Urlaub kann er zum Beispiel die Rollladen öffnen und schließen um Ihre Wohnung lebendig wirken zu lassen.

Urlaubszeit und Facebook

Für immer mehr Menschen scheint es selbstverständlich Ihre Urlaubsplanungen oder Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook zu teilen. Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass solche Beiträge nicht öffentlich einsehbar sind! Es kommmt immer öfters vor, dass Einbrecher solche Meldungen als Einladung für den Einbruch in eine Wohnung sehen. Auch sonst sollten Sie Urlaubsplanungen nicht unnötig öffentlich machen.

Verstecken Sie keine Schlüssel außerhalb der Wohnung

Schlüsselverstecke außerhalb des Hauses oder der Mietwohnung sind leider noch immer recht beliebt. So praktisch solch ein Schlüsselversteck im Fall eines Schlüsselverlustes auch sein mag, es birgt immer ein Risiko. Ein Einbrecher kann solch ein Versteck mit ein klein wenig Glück aufspüren. In seltenen Fällen können Sie auch beobachtet werden, wenn Sie den Schlüssel deponieren. Dann den Ersatzschlüssel lieber beim Nachbarn des Vertrauens oder Verwandten deponieren.

Günstige Sicherungselemente zur Abschreckung

Neben diesen präventiven Verhaltensregeln können aber auch bestimmte günstige technische Maßnahmen sehr effektiv sein um einen Einbrecher abzuschrecken! Für den kleinen Geldbeutel empfehlen wir daher die folgenden Maßnahmen:

Es werde Licht – Bewegungsmelder und Scheinwerfer

Viele Einbrüche werden in der Dämmerung oder Dunkelheit verübt. Die Einbrecher gehen hier in dem Schutz der Dunkelheit vor um so unentdeckt zu bleiben. Daher sollten Sie gerade dunkle oder abgelengen Ecken rund um das Haus mit Bewegungsmelder und entsprechenden Scheinwerfern ausstatten.

Aber auch im Haus kann es sinnvoll ein Licht mit einer Zeitschaluhr zu versehen, welches Sie in Ihrer Abwesenheit aktivieren können.

TV-Simulator

Einbrecher scheuen selbstverständlich die Konfrontation mit einem Hausbesitzer und brechen daher nachts oder bei Abwesenheit ein. Ein TV-Simulator kann abends die Anwesenheit von Personen vortäuschen und so Einbrecher abschrecken.

Kamera Attrappe

Eine oder mehrere gut positionierte Überwachungskameras können selbstverständlich auch eine abschreckene Wirkung haben. Wer die hohen Anschaffungskosten scheut, der kann auf eine günstige Kamera Attrappe zurückgreifen. Eine solche Fake Kamera stellt dabei eine funktionslose Attrappe dar, die alleine zur Abschreckung dient.

Alarmanlage Attrappe

Auch Alarmanlagen gehören zu den natürlichen Feinden der Einbrecher und somit kann auch hier einge kostengünstige Alarmanlage Attrappe für Abschreckung sorgen. Diese lässt sich einfach gut sichtbar außen oder an strategischen Punkte anbringen, so dass der Einbrecher diese sieht.

Einbrecher abschrecken, unser Fazit

Wenn Sie sich an die hier aufgeführten Tipps halten, dann können Sie das Risiko für einen Einbruch in Ihre Wohnung deutlich verringern. Neben den hier vorgestellten Tipps sind gerade technische Elemente wie beispielsweise ein TV-Simulator eine sehr kostengünstige Variante um das Risiko eines Einbruches zu senken! Trotzdem ist es ratsam, auch für eine gute mechanischen Einbruchsicherung zu sorgen.

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