Sicherheitsschloss für die Haustür – schlecht für Einbrecher, gut für Sie!

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Ein Sicherheitsschloss ist sehr viel mehr als „nur“ ein mechanisches Element zum Schutz vor Einbrechern. Es vermittelt Ihnen ein Gefühl umfassender Sekurität, das wiederum zu psychischem Wohlbefinden beiträgt. Wie groß die Bedeutung und vor allem der Nutzen eines Sicherheitsschlosses für Ihre Haustür sind, erklärt dieser Beitrag. Zudem erfahren Sie, worauf es beim Kauf ankommt.

Den Einbrecher richtig verstehen und überlisten

Die meisten Menschen denken, ihr Türschloss sei stabil und sicher. Schlauer sind sie oft erst hinterher, wenn der Schaden schon angerichtet ist. Bei herkömmlichen Türschlössern haben Einbrecher häufig leichtes Spiel: Zum Teil brauchen sie nicht einmal viel Erfahrung oder wuchtiges Werkzeug, um die Tür im Handumdrehen zu öffnen. In einigen Fällen genügt tatsächlich eine Kreditkarte oder ein simpler Stift.

Wenn man sich diese Fakten vergegenwärtigt, lautet das oberste Gebot, die Zielerreichung des Einbrechers zu sabotieren. Dies gelingt mit einem Sicherheitsschloss. Es ist so konzipiert, dass es dem Verbrecher nicht (oder erst nach einiger Zeit) gelingt, ins Innere der Wohnung oder des Hauses zu gelangen. Die Zeit bildet hier den entscheidenden Faktor: Wer merkt, bei seinem Vorhaben nicht voranzukommen, lässt es meistens bleiben.

Im Detail: Die meisten Einbrecher agieren tagsüber – in der Annahme, dass die Bewohner zu dieser Zeit bei der Arbeit sind. Somit besteht die Gefahr für den Kriminellen nicht in erster Linie darin, in der Wohnung/im Haus erwischt zu werden, sondern beim Öffnen der Tür – etwa durch das plötzliche Erscheinen eines Nachbarn. Er versucht deshalb nur eine bestimmte Zeit (normalerweise nicht länger als zwei bis drei Minuten), das Schloss zu knacken. Gelingt es in dieser Spanne nicht, bricht er ab und macht kehrt.

So geht es bei der Wahl des Türschlosses vornehmlich darum, ein Modell zu nehmen, dessen Mechanismus derart ausgereift ist, dass der Einbrecher kaum eine Chance hat, sein Werk zu vollenden. In diesem Kontext bildet ein Sicherheitsschloss die optimale Lösung. Es hält selbst brachialen Einbruchsversuchen stand und wirkt gemeinhin schon allein optisch abschreckend auf den Kriminellen.

Hinweis: Einbrecher erkennen ein Sicherheitsschloss. In der Regel sucht der Täter sofort das Weite, wenn er sieht, dass die anvisierte Tür durch ein entsprechendes System geschützt ist.

Sicherheitsschloss als probates Schutzelement

Bei einem Sicherheitsschloss handelt es sich grundsätzlich um einen mechanischen Einbruchschutz für die Haus- oder Wohnungstür. Es wird als Einheit aus

  • Einsteckschloss,
  • Profilzylinder,
  • Schutzbeschlag und
  • Schließblech

verstanden.

a) Einsteckschloss:

Das Einsteckschloss ist das Gehäuse (der „Kasten“), in dem viele kleine mechanische Bauteile für das sichere Verschließen (und Öffnen) der Tür sorgen.

b) Profilzylinder:

Der Profilzylinder (auch Schließzylinder genannt) ist direkt mit dem Einsteckschloss verbunden. Er reagiert auf die Bewegung des passenden Schlüssels und bringt die Schließnase in Aktion. Über diese Schließnase wird die Falle (der Türschnapper) oder der Riegel des Einsteckschlosses bedient. Im faszinierenden Inneren des Profilzylinders verschieben sich die Zuhaltungsstifte – und zwar so, dass die federgelagerten Sperrstifte die Verriegelung im Sicherheitsschloss entweder aktivieren (Tür schließt) oder lösen (Tür öffnet

c) Schutzbeschlag:

Der Schutzbeschlag ist der von außen sichtbare Bestandteil des Sicherheitsschlosses, der den Profilzylinder und das Einsteckschloss vor Manipulationen schützt.

d) Schließblech:

Das Schließblech ist das flache Stahlelement mit Aussparung(en). Letztere dient (dienen) der Falle und dem Riegel. Die Falle beziehungsweise der Riegel greift in die jeweilige Ausnehmung, um die Tür verschlossen zu halten.

Entscheiden Sie sich für ein hochwertiges Sicherheitsschloss, dann können Sie wortwörtlich sicher sein, jedes der vier Elemente in erstklassiger Qualität zu bekommen. Wodurch aber zeichnet sich diese Qualität aus

Sicherheitsschloss kaufen – darauf sollten Sie achten

Wenn Sie ein wirkungsvolles Sicherheitsschloss kaufen möchten, sollten Sie vor allem sicherstellen, dass Ihre auserwählte Ausführung ausreichend zertifiziert ist. Nur dann sind die nötigen Hauptkriterien erfüllt – also ein hoher Widerstand gegenüber Druck und (versuchter) Zerstörung gegeben.

Damit ein Sicherheitsschloss für die Haustür als einbruchhemmend gilt, muss es zwingend der DIN-Norm 18251 entsprechen. Dabei ist zu beachten, dass Einsteckschlösser für Haus- und Wohnungstüren nach der Norm in fünf Klassen unterteilt werden.

Ein funktionstüchtiges Sicherheitsschloss, das den gewünschten Einbruchschutz gewährleistet, sollte gemäß polizeilicher Empfehlungen mindestens der Klasse 4 angehören.

  • Klasse 4: Zylinderschloss für Einbruchhemmung: „Behördenschloss“
  • Klasse 5: Zylinderschloss für erhöhte Einbruchhemmung

Neben der DIN-Norm gibt es noch die VdS-Klassen, die Sie als Qualitätskriterium heranziehen können. Dabei ist Klasse A die Basissicherheit gegen Einbruch (mindestens drei Minuten Ziehen und Bohren standhalten) und Klasse B der erweiterte Schutz (mindestens sechs Minuten Bohren und Ziehen standhalten).

Tipp: Ein Sicherheitsschloss der VdS-Klasse B+ (90-minütiger Test!) ist das höchste der Gefühle – es eignet sich sogar für Einbruchmeldeanlagen.

Auch der Schutzbeschlag für das Sicherheitsschloss weiß nur dann zu überzeugen, wenn er genormt ist. Als „Maß“ dafür fungiert die DIN 18257. Sie differenziert vier Widerstandsklassen: ES0, ES1, ES2 und ES3 (das Kürzel ES steht für „Einbruchhemmender Schutzbeschlag“).

Klasse 1 (ES0) ist gering einbruchhemmend und kommt demnach nicht infrage. Achten Sie darauf, dass der Beschlag mindestens der Klasse 2 (ES1, einbruchhemmend) angehört, besser noch der Klasse 3 (ES2, stark einbruchhemmend) oder 4 (ES3, extrem stark einbruchhemmend).

Der Profilzylinder, das Herzstück des Sicherheitsschlosses, muss nach DIN 18252 genormt sein und dabei mindestens der Widerstandsklasse 1 (im Idealfall Widerstandsklasse 2) entsprechen. Zudem sind sowohl ein Bohr- als auch ein Ziehschutz wichtige Merkmale.

Tipp: Verfügt der Schutzbeschlag über eine Zylinderabdeckung, ist der Ziehschutz nicht unbedingt nötig.

Hochwertige Sicherheitsschlösser, etwa jene von ABUS, weisen fast immer einen Bohr- und Kernziehschutz auf. Ist dies der Fall, erkennen Sie es am Kürzel BZ (Bohr- und Ziehschutz). Steht in der Produktbeschreibung nur „BS“, so verfügt das Sicherheitsschloss lediglich über einen Bohrschutz. Dann braucht es die oben erwähnte Zylinderabdeckung als Ergänzung.

Kurze Erklärungen zu Bohr- und Ziehschutz:

Bohrschutz:

Er dient dazu, potenzielle Einbrecher daran zu hindern, den Zylinderkern aufzubohren. Zu diesem Zweck werden gemeinhin Stifte oder Platten aus gehärtetem Stahl im Zylinder verbaut.

Ziehschutz:

Er dient dazu, potenzielle Einbrecher daran zu hindern, den Zylinderkern herauszuziehen beziehungsweise den Schließzylinder unter Zuhilfenahme einer Ziehschraube abzubrechen.

Hinweis: Der Kernziehschutz lässt sich durch die Bauart des Schließzylinders oder Türbeschlags erwirken.

Der Klassiker: ein Sicherheitsschloss von Abus

Inzwischen finden sich viele Hersteller, die hochwertig verarbeitete Sicherheitsschlösser anbieten. Dennoch heißt die unangefochtene Nummer eins nach wie vor ABUS. Die deutsche Marke offeriert eine Vielzahl von Produkten aus dem Bereich präventiver Sicherheitstechnik.

Im umfangreichen Sortiment des Unternehmens warten verschiedene Lösungen für ein Sicherheitsschloss, das in allen Belangen überzeugt. So können Sie vom Einsteckschloss über den Profilzylinder bis hin zum Schutzbeschlag und Schließblech sämtliche Elemente exakt aufeinander abstimmen.

Alle Artikel der Firma sind DIN-normiert. Die Variationen der einzelnen Bestandteile sorgen dafür, dass jeder das für seinen Bedarf ideale Sicherheitsschloss von ABUS erhält. Robuste Materialien und äußerst raffinierte Mechanismen garantieren hohen Einbruchschutz.

Wichtig: Auch das Türblatt muss überzeugen

Generell sollten Sie immer bedenken, dass ein Sicherheitsschloss seine Funktionskraft nur dann ausspielen kann, wenn es das Türblatt zulässt. Im Falle eines schwach ausgebildeten Türblatts hilft Ihnen auch das beste Sicherheitsschloss nicht weiter.

Tipp: Haben Sie wirklich ein qualitativ ungenügendes Türblatt, empfiehlt es sich, mit einem Panzerriegel (etwa von ABUS) nachzurüsten. Dieser sichert sowohl die Schloss- als auch die Bandseite ab. So wird das Türblatt gestärkt – zudem signalisiert der Riegel dem Einbrecher, dass ein hoher Widerstand vorliegt.

 

Zusammenfassung mit Fazit

Ein Sicherheitsschloss für die Haustür muss wie der Fels in der Brandung sein und auch hartnäckigsten Einbruchsversuchen standhalten. Achten Sie beim Kauf auf die DIN-Normierung aller Bestandteile. Zudem ist ratsam, einer namhaften Marke wie ABUS den Vorzug zu geben. Schließlich geht es um Ihre Sicherheit!

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