Einbruch und Diebstahl sind keine Seltenheit. Nicht nur Wohnungen und Häuser, sondern auch Pkws können ausgeraubt werden. Wenn man sein Auto längere Zeit öffentlich parkt, sind bestimmte Sicherheitsvorkehrungen wichtig, um nicht Opfer einer kriminellen Machenschaft zu werden. Wenn Sie vor einer Dienstreise stehen und mit dem Auto zum Flughafen anreisen, sollten Sie einiges beachten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Wagen bestmöglich vor Langfingern schützen.
Parken Sie Ihr Auto an einem sicheren Ort
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Autodiebstahl und -einbruch passiert, ist nicht überall gleich groß. So haben Kriminelle ein wesentlich leichteres Spiel in unbeleuchteten Seitenstraßen und auf unbewachten Parkplätzen. Wenn Sie also Ihr Auto während Ihrer Geschäftsreise in Sicherheit wissen wollen, entscheiden Sie sich am besten für einen Abstellmöglichkeit direkt am Flughafen.
Mittlerweile gibt es viele Anbieter für kostengünstige Parkplätze am Flughafengelände, die Sie schon vor Reiseantritt reservieren können. So vermeiden Sie erste Stresssituationen, wenn Sie bereits wissen, wo Sie Ihren Wagen für die Dauer Ihrer Reise abstellen – beste Voraussetzungen für entspanntes Parken und Fliegen. Noch dazu können Sie sich sicher sein, dass hier Ihr Auto nicht so schnell abhandenkommt.
Lassen Sie keine Wertsachen im Auto liegen
Immer wieder kommt es vor, dass Wertgegenstände gut sichtbar im Auto liegen bleiben – so hat der Pkw natürlich rasch die volle Aufmerksamkeit von Dieben und Einbrechern. Genau deshalb sollten Sie auf gar keinen Fall kostbare Besitztümer in Ihrem Fahrzeug zurücklassen. Das Ziel sollte es sein, das Auto so unauffällig wie möglich auf dem Parkplatz stehen zu lassen.
Beachten Sie, dass es nicht immer teure Wertsachen sein müssen, die Langfinger anlocken. Es können auch auffällige Verpackungen sein, die auf Kriminelle einen Reiz ausüben. Entfernen Sie also sämtliche Kartons von der Rückbank und aus dem Kofferraum. Und vergessen Sie nicht, Ihren Zweitschlüssel mitzunehmen – ansonsten ist ein Autodiebstahl vorprogrammiert.
Schließen Sie Ihr Fahrzeug ab
Es kann schnell passieren: Man ist in Gedanken, in ein Gespräch vertieft oder einfach in Eile. Schon vergisst man, sein Fahrzeug abzusperren. Verlassen Sie sich niemals darauf, dass Ihr Auto abgeschlossen ist – vor allem, wenn Sie es für einen längeren Zeitraum auf einem öffentlichen Parkplatz zurücklassen.
Um auf Nummer Sicher zu gehen, überprüfen Sie besser noch einmal ganz genau, ob Sie alle Fenster und Türen richtig zugemacht haben. Vergessen Sie dabei nicht den Kofferraum – er könnte genauso noch offen sein. Sollten Sie sich aber bereits von Ihrem Wagen entfernt und ihn nicht abgesperrt haben, können Sie Ihr Smartphone als virtuellen Autoschlüssel einsetzen.
Nützen Sie eine Alarmanlage
Alarmanlagen zählen zur Grundausrüstung eines jeden einbruchsicheren Autos. In den meisten Fällen wird sie bereits von Anfang eingebaut. Falls Sie aber keine haben, können Sie Ihr Fahrzeug auch noch nachträglich damit ausstatten. Und keine Angst: Mittlerweile sind Alarmanlagen so ausgeklügelt, dass sie keine lauten Sirenengeräusche mehr von sich geben.
Im Gegenteil: Die heutigen Warnsysteme arbeiten ruhig, aber trotzdem sehr effektiv. Sie können Sensoren unauffällig an mehreren Stellen am Fahrzeug anbringen (z. B. Türen und Fenster) und an Ihr Smartphone koppeln. So wird Ihnen per Kurznachricht mitgeteilt, dass Ihr Auto in falsche Hände geraten ist.
Bringen Sie äußere Wegfahrsperren an
Für professionelle Einbrecher ist es keine Kunst, sich einen Weg in das Fahrzeuginnere zu bahnen und das Auto kurzzuschließen. Damit Ihr Auto aber trotzdem nicht gestohlen werden kann, bringen Sie am besten äußere Wegfahrsperren an:
- Parkkrallen sind effektive Diebstahlsicherungen, die direkt an den Reifenfelgen montiert werden. Diese schlossgesicherte Blockierung verhindert, dass das Auto bewegt werden kann. Parkkrallen mögen vielleicht nicht besonders schick aussehen, aber sie können durchaus abschreckend auf Autodiebe wirken.
- Ventilwächter werden an ein beliebiges Radventil des Autos angebracht. Sie sind zwar nicht deutlich sichtbar, aber mindestens genauso effektiv wie die Parkkralle. Wenn der Dieb nämlich nichtsahnend versucht zu flüchten, wird er nicht weit kommen. Schon nach wenigen Metern wird die Luft durch den Ventilwächter aus den Autoreifen gelassen. Der einzige Nachteil: Wenn Sie selbst den Ventilwächter vergessen, blüht Ihnen das gleiche Schicksal wie dem Autodieb und Sie bleiben mit einem platten Reifen stehen.
Verwenden Sie einen GPS-Tracker
Als weiterer Diebstahlschutz und insbesondere zur Ortung Ihres abhandengekommenen Fahrzeugs lohnt sich ein praktischer GPS-Tracker. Dieses Gerät ist mit einem Bewegungsalarm ausgestattet, sodass Sie eine SMS erhalten, sobald Ihr Wagen auf irgendeine Art und Weise in Bewegung gesetzt wird.
Ein GPS-Tracker lohnt sich immer, wenn Sie Ihr Auto über einen längeren Zeitraum öffentlich geparkt haben. Für eine noch genauere Ortung verfügt das Gerät über die folgenden beiden nützlichen Zusatzfunktionen:
- Echtzeit-Ortung: Der GPS-Tracker sendet per SMS die aktuellen Koordinaten Ihres Wagens und einen zusätzlichen Link zu Google-Maps für eine bessere Visualisierung. Diese Echtzeit-Ortung können Sie auch automatisieren, sodass der aktuelle Standort in bestimmten Intervallen abgefragt wird.
- Geografischer Zaun: Mit dieser Funktion können Sie bestimmte geografische Bereiche festlegen (z. B. eine Landesgrenze). Sobald das getrackte Fahrzeug die festgelegten Grenzen überschreitet, wird ein Alarm gesendet.
Montieren Sie eine Lenkradkralle
Auch für das Fahrzeuginnere gibt es effektive Wegfahrsperren. Wie wäre es zum Beispiel mit einer praktischen Lenkradkralle? Diese mechanische Diebstahlsicherung wird an Lenkrad und Kupplungspedal – bei Automatikgetriebe am Bremspedal – eingehakt. Und zwar so, dass das Wegfahren nicht möglich ist.
Die Lenkradkralle bietet zwar keinen völligen Schutz vor einem gefürchteten Autodiebstahl, aber zum Aufbrechen der Absperrstange braucht es doch etwas mehr Zeit. Noch dazu ist ein spezielles Werkzeug erforderlich – ein großer Nachteil für Kriminelle. Je länger Einbruch und Diebstahl nämlich dauern, desto größer ist das Risiko für Langfinger entdeckt zu werden.
Befestigen Sie Schutzfolien an den Fensterscheiben
Kriminelle haben es für gewöhnlich sehr eilig – schließlich wollen sie nicht auf frischer Tat ertappt werden. Somit suchen sie sich den schnellsten Weg ins Fahrzeuginnere. Viele Autodiebe und -einbrecher schlagen deshalb gerne die Autoscheiben ein.
Damit Kriminelle trotzdem nicht so leicht in das Auto steigen können, lohnt es sich, wenn Sie sich für selbstklebende Schutzfolien entscheiden. Diese können an Heck- und Frontscheibe sowie allen Seitenfenstern angebracht werden. Beim Versuch, die Autoscheiben einzuschlagen, bleiben die Glassplitter an den Schutzfolien kleben. Somit nimmt der Einbruch wesentlich mehr Zeit als geplant in Anspruch – natürlich ein großer Nachteil für Langfinger.
Schließen Sie eine Versicherung ab
Falls es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu einem Einbruch oder Diebstahl kommt, fallen hohe Kosten an. Damit Sie den Schaden nicht aus eigener Tasche zahlen müssen, sollten Sie schon im Vorhinein eine passende Versicherung abschließen.
Die Kfz-Haftpflichtversicherung reicht hier nicht aus. Sie sollten sich für eine zusätzliche Teil- oder Vollkaskoversicherung entscheiden. Diese deckt alle Schäden am Fahrzeug selbst und an den dauerhaft eingebauten Autoteilen ab (z. B. fest installiertes Radio). Sobald Sie also Opfer eines Autodiebstahls oder -einbruchs geworden sind, schaltet sich Ihre Versicherung ein – so sparen Sie einiges an Geld.
Fazit
Wenn Sie Ihr Auto vor einer geschäftlichen Flugreise öffentlich parken, sollten Sie ein paar Vorkehrungen treffen, um Ihr Fahrzeug in Sicherheit zu wissen. Schließlich wollen Sie Ihren Wagen im selben Zustand vorfinden, wie Sie ihn zurückgelassen haben. Mit diesen Tipps können Sie Ihre Reise ganz entspannt angehen. Wir wünschen eine erfolgreiche und vor allem sichere Dienstreise!